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Verstoß gegen DSGVO trotz fehlendem Schaden

Im Rahmen eines Antrags von Prozesskostenhilfe machte ein Betroffenener geltend, dass die Antragsgegnerin personenbezogene Daten unter Verstoß der DSGVO weitergegeben hätte. Da in einem Fall personenbezogene Daten mittels einer unverschlüsselten E-Mail übersandt wurden, bejahte das AG Bochum zwar einen Verstoß gegen datenschutzrechtliche Vorschriften, schloss aber gleichzeitig einen Schadensersatzanspruch aus.

 

Dieser Fall zeigt, wie schnell auch bei alltäglichen Vorgängen ein Verstoß gegen datenschutzrechtliche Vorschriften vorliegen kann. Die Frage, ob un in welchen Fällen E-Mails zu verschlüsseln sind bleibt somit weiterhin virulent, auch wenn das Gericht im vorliegenden Fall zumindest einen Anspruch auf Schadensersatz verneint hat, da jedenfalls ein Schaden nicht nachgewiesen wurde und auch nicht naheliegend ist. 

Quelle: AG Bochum, Beschluss vom 11.03.2019 - 65 C 485/18

Achtung! Bei einem solchem Verstoß gegen die DSGVO oder BDSG, mag ein Schadensersatzanspruch ausgeschlossen sein, gleichwohl kann die Datenschutzbehörde für den Verstoß ein empfindliches Bußgeld verhängen. Soweit möglich sollte daher von den Betroffenen die Einwilligung in eine unverschöüsselte E-Mail-Kommunikation eingeholt werden. 

Für eine weiterführende Beratung zum datenschutzkonformen Organisation Ihres Unternehmens nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Gerne vereinbaren wir eine unverbindliche Erstberatung.

 

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10.04.2019